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Durch das Auszeichnen von Projekten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt von 2011 bis 2020 soll das öffentliche Bewusstsein für biologische Vielfalt, ihren Wert und die gesellschaftliche Verantwortung für ihren Schutz und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile gefördert werden.
Eisvogel

Wer kann sich bewerben?

Jeder, der sich für die biologische Vielfalt einsetzt, kann sich bewerben. Die Bewerbung erfolgt online und kontinuierlich bis zum Ende des Jahres 2020.

Bewerben können sich sowohl Projekte, die von privaten, einzelnen Akteuren oder kleinen lokalen Gruppen mit einem geringen Finanzeinsatz ehrenamtlich durchgeführt werden. Aber auch institutionell getragene Projekte mit einem dafür bereitgestellten nennenswerten Budget von regional oder bundesweit arbeitenden Vereinen, Stiftungen, Unternehmen, Firmen und staatlichen Organisationen sind eingeladen, sich zu bewerben.

Die Projekte sollen ihren Handlungs- oder Bildungs-Schwerpunkt in Deutschland haben. Es sollten sichtbare bzw. nachvollziehbare Zwischenergebnisse oder Endergebnisse vorliegen.

Welche Vorteile bringt die Auszeichnung mit sich?

Offizielle UN-Dekade-Projekte erhalten mit ihrer Auszeichnung neben einer Urkunde und der Trophäe "Vielfalt-Baum" auch Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit sowie das digitale Logo der UN-Dekade mit dem Zusatz "Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt". Das Projekt wird gelistet und auf der deutschen UN-Dekade-Webseite und im Newsletter der UN-Dekade vorgestellt. Dies bietet die Chance für eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Auszeichnung wird die Qualität des Projektes offiziell bestätigt.

Wer entscheidet über die Auszeichnungen?

Die Entscheidung, welche der Projekte als UN-Dekade-Projekte ausgezeichnet werden, wird von einer Fachjury anhand nachvollziehbarer Kriterien getroffen. Die Jury tagt dazu zweimal im Jahr. Im Jahr 2013 finden die Jurysitzungen im Juni und im Herbst statt.

Die Kriterien auf einen Blick
Bockkäfer
  • Innovation: Das Projekt sollte nicht „typisch“ sein. Es beinhaltet eine neue Idee, Lösung, Methode oder Maßnahme.
  • Relevanz: Das Projekt behandelt einen bedeutsamen Aspekt der biologischen Vielfalt. Es nimmt dabei Bezug auf die Ziele der UN-Dekade bzw. der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt
  • Beitrag zur biologischen Vielfalt: Das Projekt leistet einen bedeutenden Beitrag für die Erhaltung oder die Erforschung der biologischen Vielfalt. Die positiven Effekte sind beschrieben (quantitativ).
  • Vermittlung der biologischen Vielfalt: Das Projekt vermittelt den Wert und Nutzen der biologischen Vielfalt und die Verantwortung für ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung.
  • Kooperation / Partizipation: Das Projekt bezieht betroffene Akteure ein, hat einen kooperativen und partizipativen Ansatz und berücksichtigt dabei zielgruppenspezifische Aspekte.
  • Modellhaftigkeit: Das Projekt kann als Vorbild für Projekte von anderen Personen oder Institutionen dienen („Gute Praxis“ entwickelt).
  • Langfristige Sicherung / Dauerhafte Verankerung: Durch beispielsweise die Einbindung lokaler Akteure wird eine Weiterführung des Projekts gewährleistet.
  • Außenpräsenz / Internet: Das Projekt ist mit einem Internetauftritt verbunden, der deutlich macht, dass biologische Vielfalt im Mittelpunkt steht und welche Ziele erreicht werden.
  • Originalität: Bonus für besonders originelle, ausgefallene Projekte.
Themenbereiche
DBU Naturerbe Hainberg

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schützen, untersuchen oder kommunizieren die biologische Vielfalt im Rahmen von mindestens einem der Themenfelder

  • Schutz der biologischen Vielfalt,
  • Nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt,
  • Umwelteinflüsse auf die biologische Vielfalt, Stoffeinträge, Klimawandel,
  • Genetische Ressourcen: Zugang und gerechter Vorteilsausgleich
  • Gesellschaftliches Bewusstsein
Das übergreifende Schwerpunktthema für 2013-2014 ist:
Vielfalt nutzen – die Angebote der Natur.
Dazu gehören beispielsweise vielfältige Ressourcen, eine nachhaltige Nutzung dieser biologischen Vielfalt, ein entsprechend umwelt- und naturverträglicher Konsum, die Berücksichtigung globaler Zusammenhänge, Armutsbekämpfung und Gerechtigkeit und vieles mehr...
Auch andere Beiträge werden ausgezeichnet, Beiträge zu dem Schwerpunktthema werden allerdings bevorzugt nominiert.